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Beinpresse: Fußstellung, Muskeln und richtige Ausführung

Die Beinpresse ist ein Gerät, an dem du sitzend oder halb liegend eine Plattform mit den Füßen wegdrückst und kontrolliert zurückkommen lässt. Sie trainiert vor allem Quadrizeps und Gesäß, mit Adduktoren und Beinbeugern als Helfer. Über die Fußstellung verschiebst du den Schwerpunkt: Füße tief und eng für mehr Oberschenkel, hoch und breit für mehr Po.

Aktualisiert
Beinpresse: Quadrizeps und Gesäß markiert

Welche Muskeln trainiert die Beinpresse?

Beinpresse: beanspruchte Muskeln
MuskelAufgabeAnteil
QuadrizepsStreckt das Knie, arbeitet über den ganzen WegHauptmuskel
GesäßStreckt die Hüfte, am stärksten in der tiefen PositionHauptmuskel
AdduktorenStrecken die Hüfte mit, mehr bei breitem StandHilfsmuskel
BeinbeugerHelfen bei der Hüftstreckung, eher wenigHilfsmuskel
WadenStabilisieren das SprunggelenkStabilisator

Anders als bei Kniebeugen stützt die Rückenlehne deinen Oberkörper. Rücken und Rumpf müssen deshalb kaum halten, und du kannst die Beine bis kurz vor die Erschöpfung bringen, ohne dass die Technik oben herum zerfällt. Genau das macht die Beinpresse zu einer der besten Maschinen für den Muskelaufbau an den Oberschenkeln.

Die richtige Fußstellung an der Beinpresse

Die Fußstellung ist die Frage, die sich an der Beinpresse fast jeder stellt. Eine einzige richtige gibt es nicht, aber jede Position hat ihren eigenen Effekt.

Fußstellung an der Beinpresse und ihre Wirkung
FußpositionMehr Arbeit fürWorauf achten
Mitte, hüftbreitQuadrizeps und Gesäß ausgewogenStandard, mit dieser Position starten
Tief auf der PlattformQuadrizepsKnie wandern weit nach vorn, Fersen bleiben unten
Hoch auf der PlattformGesäß und BeinbeugerWeniger Kniebeugung, Becken darf nicht abrollen
Breit, Zehen nach außenAdduktoren und GesäßKnie zeigen in Richtung der Zehen
Eng, Füße fast zusammenQuadrizepsOft kürzerer Bewegungsweg, nicht zu schwer

Beinpresse für den Po

Für das Gesäß stellst du die Füße etwas höher und breiter als schulterbreit, die Zehen leicht nach außen. Geh so tief, wie du kannst, ohne dass sich das Becken vom Polster hebt, und drück über die Fersen. Für noch mehr Gesäß kombinierst du die Beinpresse mit dem Hip Thrust, der die Muskeln in der gestreckten Position fordert.

Beinpresse: Ausführung Schritt für Schritt

  1. Sitz einstellenStell die Rückenlehne so ein, dass Kopf, Schultern und unterer Rücken flach aufliegen. Eine steilere Lehne verkürzt den Weg, eine flachere erlaubt mehr Tiefe.
  2. Füße platzierenFüße hüftbreit in die Mitte der Plattform, ganze Sohle aufgesetzt. Greif die Haltegriffe neben dem Sitz.
  3. Sicherung lösenDrück die Plattform ein Stück hoch und klapp die Sicherungsbügel weg. Die Knie sind jetzt leicht gebeugt, nicht durchgestreckt.
  4. AbsenkenLass die Plattform in etwa 2 bis 3 Sekunden herunter, bis die Knie mindestens im rechten Winkel stehen. Stoppe, bevor sich dein Gesäß vom Sitz löst.
  5. WegdrückenDrück über die ganze Fußsohle nach oben, Knie zeigen in Richtung der Zehen. Oben bleiben die Knie minimal gebeugt. Nach dem letzten Satz die Sicherung wieder einklappen.
  • Unterer Rücken bleibt am Polster. Das ist der wichtigste Hinweis an jeder Beinpresse.
  • Knie nicht nach innen fallen lassen. Denk daran, die Plattform leicht auseinanderzudrücken.
  • Keine durchgestreckten Knie. Oben nicht ganz in die Streckung „einrasten“. Das nimmt dem Muskel Spannung, und unter schwerer Last ist ein durchgedrücktes Knie unnötig riskant.
  • Gleichmäßiges Tempo. Kein Abfedern unten, die Plattform kommt kontrolliert zum Stillstand.

Häufige Fehler an der Beinpresse

  • Zu viel Gewicht, zu wenig Weg. Ein Stapel Scheiben, der nur 10 cm bewegt wird, trainiert wenig. Lieber leichter und tief.
  • Becken rollt unten ab. Der untere Rücken rundet sich vom Polster weg. Das passiert, wenn du tiefer gehst, als es deine Hüfte erlaubt. Etwas weniger tief oder Füße höher.
  • Fersen heben ab. Die Füße stehen zu tief. Etwas höher stellen.
  • Hände auf den Knien. Wer mit den Händen nachdrückt, nimmt den Beinen Arbeit ab.
Knie- oder Rückenschmerzen: Verkürze den Bewegungsweg und senke das Gewicht. Halten die Schmerzen an oder kommen sie bei jeder Einheit wieder, lass das von einer Ärztin, einem Arzt oder in der Physiotherapie abklären.

45-Grad-Beinpresse, horizontal oder vertikal?

Varianten der Beinpresse
GerätSo funktioniert esGut für
45-Grad-BeinpresseDu liegst schräg, der Schlitten fährt auf Schienen nach obenSchwere Lasten, viel Tiefe, die häufigste Variante
Horizontale Beinpresse (sitzend)Du sitzt aufrecht und drückst dich nach hinten weg, meist mit GewichtsblockEinsteiger, schnelles Einstellen, gelenkschonender Start
Vertikale BeinpresseDu liegst auf dem Rücken und drückst die Plattform senkrecht nach obenSelten im Studio, sehr kurzer Aufbau
Einbeinige BeinpresseEin Fuß mittig auf der Plattform, das andere Bein ruhtSeitenunterschiede, weniger Gesamtgewicht
Wadenheben an der BeinpresseNur die Fußballen auf der unteren Kante, Knie gestrecktWaden, wenn keine Wadenmaschine frei ist

An der 45-Grad-Beinpresse drückst du nicht das volle aufgelegte Gewicht, weil der Schlitten schräg läuft. Dafür kommt das Eigengewicht des Schlittens dazu, das je nach Hersteller sehr unterschiedlich ist. Die Zahlen sind deshalb nur am selben Gerät vergleichbar und haben wenig mit deinem Kniebeugen-Gewicht zu tun.

Wie viel Gewicht an der Beinpresse?

Ein sinnvolles Startgewicht erlaubt dir 12 saubere Wiederholungen mit voller Tiefe, wobei du noch 2 bis 3 weitere schaffen würdest. Weil die Beinpresse stabil ist, kannst du die Arbeitssätze näher ans Muskelversagen bringen als bei freien Übungen. Steigere in Schritten von 5 bis 10 kg, sobald du das obere Ende deines Wiederholungsbereichs in allen Sätzen erreichst.

Beinpresse: Sätze und Wiederholungen
ZielSätze × Wdh.Pause
Kraft3 bis 4 × 6 bis 82 bis 3 Min.
Muskelaufbau3 bis 4 × 8 bis 1290 Sek. bis 2 Min.
Ausdauer, Reha nach Absprache2 bis 3 × 15 bis 2060 bis 90 Sek.
Einbeinig2 bis 3 × 10 bis 12 pro Bein60 Sek.

Im Trainingsplan passt die Beinpresse als zweite Übung nach Kniebeugen oder Kreuzheben, oder als Hauptübung, wenn freie Kniebeugen gerade nicht gehen. Ein Beispiel für so einen Beintag findest du im Trainingsplan für Muskelaufbau.

Gripp

Gripp merkt sich dein Gewicht an der Beinpresse

Gripp kommt aufs iPhone. Du loggst jeden Satz, und Gripp zeigt dir beim nächsten Training, was ansteht: letztes Mal 10 Wdh. mit 140 kg, heute 11. Ein Verlaufsdiagramm mit geschätztem 1RM pro Übung zeigt, ob deine Beine wirklich stärker werden.

Auf die Warteliste

Beinpresse zuhause und ohne Gerät

Eine echte Beinpresse für zuhause gibt es nur als Teil größerer Kraftstationen. Ohne Gerät trainierst du dieselben Muskeln mit diesen Übungen:

  • Kniebeugen mit Rucksack oder Kurzhanteln, langsam abgesenkt.
  • Bulgarian Split Squat mit dem hinteren Fuß auf dem Sofa, sehr fordernd schon ohne Gewicht.
  • Goblet Squat mit einer Kurzhantel oder Kettlebell vor der Brust.
  • Wandsitzen als statische Übung für den Quadrizeps.
  • Step-ups auf eine stabile Bank oder Treppenstufe.

Alle Übungen mit Muskelkarte findest du in der Übungsübersicht.

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Häufige Fragen

Welche Muskeln trainiert die Beinpresse?
Hauptsächlich den Quadrizeps und das Gesäß. Adduktoren und Beinbeuger helfen mit, die Waden stabilisieren. Mit der Fußstellung verschiebst du den Schwerpunkt zwischen Oberschenkel und Po.
Welche Fußstellung ist an der Beinpresse richtig?
Für den Anfang hüftbreit in der Mitte der Plattform. Tiefer und enger trainiert mehr Quadrizeps, höher und breiter mehr Gesäß und Adduktoren. Wichtig ist bei jeder Position, dass Fersen und unterer Rücken aufliegen.
Wie tief sollte ich an der Beinpresse runtergehen?
So tief, wie es geht, ohne dass sich das Becken vom Polster hebt. Für die meisten ist das etwas tiefer als ein rechter Winkel im Knie.
Ist die Beinpresse besser als Kniebeugen?
Nicht besser, sondern anders. Die Beinpresse ist leichter zu lernen und belastet den Rücken weniger. Kniebeugen fordern zusätzlich Rumpf und Gleichgewicht. Viele Pläne nutzen beides.
Darf ich an der Beinpresse die Knie durchstrecken?
Besser nicht ganz. Halte die Knie oben minimal gebeugt. So bleibt die Spannung im Muskel, und das Knie schnappt unter schwerer Last nicht unkontrolliert durch.

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