Trainingsplan

Trainingsplan Muskelaufbau: 4 Tage im Fitnessstudio

Dieser Trainingsplan Muskelaufbau teilt die Woche in zwei Oberkörper- und zwei Unterkörper-Tage, sodass jeder große Muskel zweimal pro Woche trainiert wird. Pro Übung machst du 2 bis 4 Sätze mit 6 bis 15 Wiederholungen und steigerst Gewicht oder Wiederholungen jede Woche ein kleines Stück. Hast du nur drei Tage Zeit, nimmst du die Ganzkörper-Variante weiter unten.

Aktualisiert

So funktioniert der Plan

Für Muskelaufbau zählen drei Dinge mehr als jede Übungsauswahl: genug harte Sätze pro Muskel, jeden Muskel etwa zweimal pro Woche und eine Last, die über die Monate steigt. Der Plan ist ein Oberkörper-Unterkörper-Split, oft auch 2er-Split genannt. Er passt gut zu dir, wenn du schon ein paar Monate trainierst und vier Termine pro Woche schaffst.

Wochenplan zum Muskelaufbau
TagEinheitSchwerpunkt
MontagOberkörper ABrust und Rücken schwer
DienstagUnterkörper AKniebeugen, Beinbeuger
MittwochPause oder lockeres Cardio
DonnerstagOberkörper BSchultern, obere Brust, Arme
FreitagUnterkörper BKreuzheben, Gesäß
Samstag und SonntagPause

Die Tage kannst du verschieben, solange zwischen zwei gleichen Einheiten mindestens 48 Stunden liegen. Wenn die erste Woche heftigen Muskelkater bringt, ist das normal. Ab der zweiten oder dritten Woche wird es deutlich weniger.

Der Trainingsplan Tag für Tag

Die erste Übung jedes Tages ist die schwerste. Die Pausen sind Richtwerte: lieber etwas länger pausieren als den nächsten Satz zu früh und zu schwach beginnen. Wdh. bedeutet Wiederholungen.

Tag 1: Oberkörper A
ÜbungSätze × Wdh.Pause
Bankdrücken4 × 6 bis 82 bis 3 Min.
Langhantelrudern vorgebeugt4 × 6 bis 102 Min.
Schulterdrücken mit Kurzhanteln, sitzend3 × 8 bis 1290 Sek.
Latzug3 × 8 bis 1290 Sek.
Trizepsdrücken am Kabel2 × 10 bis 1560 Sek.
Kurzhantel-Curls2 × 10 bis 1560 Sek.
Tag 2: Unterkörper A
ÜbungSätze × Wdh.Pause
Kniebeugen mit Langhantel4 × 5 bis 83 Min.
Rumänisches Kreuzheben3 × 8 bis 102 Min.
Beinpresse3 × 10 bis 122 Min.
Beinbeuger liegend3 × 10 bis 1260 bis 90 Sek.
Wadenheben stehend3 × 10 bis 1560 Sek.
Unterarmstütz (Plank)2 × 30 bis 60 Sek.60 Sek.
Tag 3: Oberkörper B
ÜbungSätze × Wdh.Pause
Schulterdrücken mit Langhantel3 × 5 bis 82 bis 3 Min.
Schrägbankdrücken mit Kurzhanteln3 × 8 bis 122 Min.
Klimmzüge oder Latzug3 × 6 bis 122 Min.
Rudern am Kabel, sitzend3 × 10 bis 1290 Sek.
Cable Flys2 × 12 bis 1560 Sek.
Seitheben mit Kurzhanteln3 × 12 bis 2060 Sek.
Hammer Curls2 × 10 bis 1560 Sek.
Trizepsstrecken über Kopf2 × 10 bis 1560 Sek.
Tag 4: Unterkörper B
ÜbungSätze × Wdh.Pause
Kreuzheben3 × 4 bis 63 Min.
Bulgarian Split Squat3 × 8 bis 12 pro Bein90 Sek.
Hip Thrust mit Langhantel3 × 8 bis 122 Min.
Beinstrecker2 × 12 bis 1560 Sek.
Beinbeuger sitzend2 × 10 bis 1560 Sek.
Wadenheben sitzend3 × 12 bis 1560 Sek.

Technik-Anleitungen zu den wichtigsten Übungen: Bankdrücken, Schulterdrücken mit Kurzhanteln, Latzug, Kniebeugen, rumänisches Kreuzheben, Beinpresse, Kreuzheben, Bulgarian Split Squat und Hip Thrust.

Wie schwer? So steigerst du dich

Jeder Satz soll fordernd sein: Hör auf, wenn du noch etwa 1 bis 3 saubere Wiederholungen schaffen würdest. Für die Steigerung nutzt der Plan die doppelte Progression, die für Muskelaufbau besonders gut funktioniert.

  1. Gewicht wählenNimm ein Gewicht, mit dem du in allen Sätzen das untere Ende des Bereichs schaffst, etwa 3 × 8 bei einem Bereich von 8 bis 12.
  2. Wiederholungen steigernVersuche jede Woche mit gleichem Gewicht ein oder zwei Wiederholungen mehr, zum Beispiel 9, 8, 8, dann 10, 9, 9.
  3. Gewicht erhöhenSchaffst du in allen Sätzen das obere Ende, also 3 × 12, legst du beim nächsten Mal 2,5 kg bei Übungen für den Oberkörper und 5 kg für die Beine drauf, bei Kurzhanteln die nächste Stufe.
  4. Von vorn beginnenMit dem neuen Gewicht startest du wieder unten im Bereich und arbeitest dich hoch.

Alle 6 bis 8 Wochen, oder wenn du dich über mehrere Einheiten schlapp fühlst und nicht mehr vorankommst, hilft eine leichtere Woche: halbe Satzzahl, gleiche Gewichte. Danach geht es meist mit frischer Kraft weiter. Wie sich deine Kraft entwickelt, kannst du mit dem 1RM-Rechner aus deinen normalen Sätzen abschätzen.

Gripp

Gripp führt dich durch diesen Plan

Gripp kommt aufs iPhone. Du legst deinen Wochenplan fest, zum Beispiel 4 Krafttage und einen Lauf, loggst jeden Satz, und Gripp sagt dir, was du als Nächstes hebst: letztes Mal 3 × 10 mit 60 kg, heute 3 × 11. Schaffst du alle Wiederholungen, geht das Gewicht hoch. Pro Übung siehst du ein geschätztes 1RM im Verlauf.

Auf die Warteliste

Ganzkörper-Trainingsplan: 3 Tage als Variante

Mit drei Einheiten pro Woche, etwa Montag, Mittwoch und Freitag, trainierst du in jeder Einheit den ganzen Körper. Das bringt jeden Muskel auf zwei bis drei Einheiten pro Woche und ist für Einsteiger und Wiedereinsteiger oft die bessere Wahl. Die Tage A, B und C wechseln sich ab.

Ganzkörper-Trainingsplan zum Muskelaufbau
Tag ATag BTag C
Kniebeugen 3 × 6 bis 8Kreuzheben 3 × 5Bulgarian Split Squat 3 × 8 bis 12
Bankdrücken 3 × 6 bis 10Schulterdrücken mit Kurzhanteln 3 × 8 bis 12Schrägbankdrücken mit Kurzhanteln 3 × 8 bis 12
Langhantelrudern 3 × 8 bis 10Latzug 3 × 8 bis 12Rudern am Kabel 3 × 10 bis 12
Rumänisches Kreuzheben 2 × 8 bis 10Beinpresse 3 × 10 bis 12Hip Thrust 3 × 8 bis 12
Seitheben 2 × 12 bis 15Kurzhantel-Curls 2 × 10 bis 15Trizepsdrücken am Kabel 2 × 10 bis 15

Bist du ganz neu im Studio, starte lieber mit dem einfacheren Plan aus dem Ratgeber Krafttraining für Anfänger und wechsle nach zwei bis drei Monaten hierher.

Welcher Split passt zu dir?

Trainingsplan-Splits im Vergleich
SplitTage pro WocheFür wen
Ganzkörper2 bis 3Einsteiger, wenig Zeit, Wiedereinstieg
2er-Split Oberkörper/Unterkörper4Die meisten mit einigen Monaten Erfahrung
3er-Split Push, Pull, Beine3 oder 6Erfahrene, die 6 Tage trainieren wollen
4er-Split nach Muskelgruppen4 bis 5Fortgeschrittene mit viel Volumen pro Einheit

Ein 3er-Split mit Push, Pull und Beinen an nur drei Tagen trainiert jeden Muskel nur einmal pro Woche. Für den Muskelaufbau ist das meist weniger effektiv als ein Ganzkörper- oder 2er-Split mit derselben Anzahl Tage.

Trainingsplan erstellen in 5 Schritten

Du willst deinen eigenen Plan schreiben? Mit diesen fünf Schritten wird er so gut wie eine Vorlage, nur passend zu deinem Alltag.

  1. Trainingstage festlegenPlane die Anzahl Tage, die du auch in einer stressigen Woche schaffst. Drei Tage, die du immer durchziehst, bringen mehr als fünf, von denen zwei ausfallen.
  2. Split wählen2 bis 3 Tage: Ganzkörper. 4 Tage: Oberkörper/Unterkörper. 5 bis 6 Tage: Push, Pull, Beine. Ziel ist, jeden Muskel etwa zweimal pro Woche zu trainieren.
  3. Übungen nach Bewegungen auswählenPro Woche brauchst du: Kniebeuge (z. B. Kniebeugen, Beinpresse), Hüftbeuge (Kreuzheben, rumänisches Kreuzheben), horizontales Drücken (Bankdrücken), vertikales Drücken (Schulterdrücken), horizontales Ziehen (Rudern) und vertikales Ziehen (Latzug, Klimmzüge). Dazu Isolationsübungen für Arme, seitliche Schulter und Waden.
  4. Sätze und Wiederholungen bestimmenAls Faustregel 10 bis 20 harte Sätze pro Muskelgruppe und Woche, verteilt auf zwei oder mehr Einheiten. Große Übungen mit 5 bis 10 Wdh., kleine mit 10 bis 20 Wdh. Pro Einheit reichen 5 bis 7 Übungen.
  5. Progression und ProtokollSchreib jeden Satz auf und steigere nach der doppelten Progression. Ohne Protokoll weißt du nach drei Wochen nicht mehr, was du gehoben hast, und der Plan wird zum Raten.

Ernährung und Erholung beim Muskelaufbau

  • Eiweiß: Viele Empfehlungen für Kraftsportler liegen bei etwa 1,6 bis 2 g pro kg Körpergewicht am Tag, verteilt auf mehrere Mahlzeiten.
  • Kalorien: Ein leichter Überschuss erleichtert den Muskelaufbau. Wer abnehmen will, kann mit einem moderaten Defizit trotzdem Muskeln aufbauen oder halten, vor allem als Einsteiger.
  • Schlaf: 7 bis 9 Stunden sind ein guter Richtwert. Zu wenig Schlaf bremst Kraft und Erholung.
  • Geduld: Sichtbare Veränderungen brauchen meist einige Monate. Steigende Gewichte im Protokoll sind das frühere und verlässlichere Zeichen.

Die Übungen

Bankdrücken: Brust markiertBankdrückenBrustGuide
Langhantelrudern vorgebeugt: Oberer Rücken und Latissimus markiertLanghantelrudern vorgebeugtOberer Rücken und Latissimus
Schulterdrücken mit Kurzhanteln, sitzend: Vordere Schulter markiertSchulterdrücken mit Kurzhanteln, sitzendVordere Schulter
Latzug: Latissimus markiertLatzugLatissimusGuideKniebeugen mit Langhantel: Quadrizeps und Gesäß und Adduktoren markiertKniebeugen mit LanghantelQuadrizeps und GesäßGuideRumänisches Kreuzheben: Beinbeuger und Gesäß markiertRumänisches KreuzhebenBeinbeuger und GesäßGuideBeinpresse: Quadrizeps und Gesäß markiertBeinpresseQuadrizeps und GesäßGuide
Beinbeuger liegend: Beinbeuger markiertBeinbeuger liegendBeinbeuger
Schulterdrücken mit Langhantel: Vordere Schulter markiertSchulterdrücken mit LanghantelVordere SchulterGuide
Schrägbankdrücken mit Kurzhanteln: Brust und Vordere Schulter markiertSchrägbankdrücken mit KurzhantelnBrust und Vordere Schulter
Rudern am Kabel, sitzend: Oberer Rücken und Latissimus markiertRudern am Kabel, sitzendOberer Rücken und Latissimus
Seitheben mit Kurzhanteln: Seitliche Schulter markiertSeitheben mit KurzhantelnSeitliche Schulter
Kreuzheben: Gesäß und Beinbeuger und Unterer Rücken markiertKreuzhebenGesäß und BeinbeugerGuideBulgarian Split Squat: Quadrizeps und Gesäß markiertBulgarian Split SquatQuadrizeps und GesäßGuideHip Thrust mit Langhantel: Gesäß markiertHip Thrust mit LanghantelGesäßGuide
Wadenheben stehend: Waden markiertWadenheben stehendWaden

Häufige Fragen

Wie oft pro Woche sollte ich für Muskelaufbau trainieren?
Drei bis vier Einheiten pro Woche reichen für die meisten. Wichtiger als die Zahl der Tage ist, dass jeder Muskel etwa zweimal pro Woche trainiert wird und du regelmäßig dranbleibst.
Wie viele Sätze pro Muskel brauche ich für Muskelaufbau?
Eine verbreitete Faustregel sind 10 bis 20 harte Sätze pro Muskelgruppe und Woche. Einsteiger kommen mit dem unteren Ende gut aus, Fortgeschrittene brauchen eher mehr.
Wie viele Wiederholungen für Muskelaufbau?
Muskeln wachsen in einem breiten Bereich von etwa 5 bis 30 Wiederholungen, wenn die Sätze nah ans Muskelversagen gehen. Praktisch sind 6 bis 12 für große Übungen und 10 bis 20 für kleine.
Ist ein Ganzkörper-Trainingsplan oder ein Split besser?
Bei gleicher Satzzahl pro Woche bringen beide ähnlich viel. Ganzkörper passt zu 2 bis 3 Tagen, ein 2er-Split Oberkörper/Unterkörper zu 4 Tagen.
Wann sollte ich meinen Trainingsplan ändern?
Erst, wenn du mehrere Wochen lang in einer Übung trotz guter Erholung nicht mehr vorankommst. Dann tausche einzelne Übungen aus, statt alles neu zu machen. Häufiges Wechseln macht Fortschritt schwerer messbar.

Jedes Training ein bisschen stärker.

Gripp kommt aufs iPhone. Trag dich ein, dann sagen wir dir Bescheid, sobald die App da ist.

Du stehst auf der Liste.Wir melden uns, wenn die App fertig ist. Nicht vorher.

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