Worauf es bei einer Krafttraining-App ankommt
Einen Satz speichern kann jede App. Ob sie dir wirklich hilft, merkst du erst nach ein paar Monaten, wenn sich Hunderte Sätze angesammelt haben. Prüf deshalb vor dem Start diese Punkte, denn mit der ganzen Historie umzuziehen ist mühsam.
| Kriterium | Warum es zählt | Woran du es erkennst |
|---|---|---|
| Tempo beim Eintragen | Du loggst zwischen zwei Sätzen, oft außer Atem | Ein, zwei Tipps pro Satz, die Werte vom letzten Mal stehen schon da |
| Verlauf pro Übung | Fortschritt steckt in den alten Zahlen | Jede Einheit einer Übung auf einen Blick, gut vergleichbar |
| Hilfe bei der Steigerung | Das nächste Gewicht ist die schwierigste Entscheidung | Die App schlägt Gewicht oder Wiederholungen vor, abgeleitet aus deinem Log |
| Trainingspläne | Ohne Struktur trainieren viele planlos | Fertige Pläne oder ein einfacher Weg, deinen eigenen Split anzulegen |
| Diagramme | Zeigt, ob dein Training wirkt | Geschätztes 1RM, beste Sätze oder Volumen über Wochen und Monate |
| Übungsbibliothek | Technik und Alternativen | Klare Anleitung und die Muskeln, die eine Übung trainiert |
| Sprache und Einheiten | Du willst nicht übersetzen | Deutsche Oberfläche, kg als Standard |
| Export | Deine Daten gehören dir | Export als Datei, etwa CSV |
Die wichtigste Frage vorab: Wer entscheidet, was du trainierst? Du selbst (dann reicht ein Logger), ein fertiger Plan (Trainingsplan-App), ein Algorithmus (Workout-Generator) oder ein Video-Coach, dem du folgst. Danach sortieren sich die Apps fast von allein.
Bekannte Fitness-Apps im Überblick
Hier eine kurze, neutrale Einordnung bekannter Apps, nach ihrer Arbeitsweise gruppiert. Die Beschreibungen beruhen auf den Angaben der Anbieter auf ihren eigenen Websites. Funktionen ändern sich laufend, schau also vor dem Download in den App Store. Eine Rangliste gibt es hier bewusst nicht.
Trainingslogger: Strong und Hevy
Strong ist ein schlichter Trainingslogger für iPhone, Android und Apple Watch. Du trägst Sätze ein, planst Einheiten und siehst Diagramme pro Übung, dazu kommen RPE, Supersätze, ein Aufwärmrechner und CSV-Export. Laut Anbieter ist das Konto kostenlos, erweiterte Auswertungen gibt es in der bezahlten PRO-Version.
Hevy ist ebenfalls ein Logger mit Routinen, Diagrammen, Bestleistungen, 1RM-Schätzung und Übungsvideos. Dazu kommt eine soziale Seite: Du kannst anderen folgen, ihre Workouts kommentieren und ihre Routinen speichern. Hevy läuft auf iOS, Android, Apple Watch, Wear OS und im Browser.
Generierte Workouts: Fitbod
Fitbod stellt jedes Workout für dich zusammen. Grundlage sind deine Ziele, dein Niveau, die verfügbaren Geräte, deine bisherigen Einheiten und wie erholt deine Muskeln nach Einschätzung der App sind. Gut für alle, die ins Studio gehen und gesagt bekommen wollen, was heute dran ist.
KI-Coach für zuhause und Studio: Freeletics
Freeletics nennt sich selbst einen AI Coach für Vielbeschäftigte. Die App passt Workouts an deinen Zeitplan an und bietet Calisthenics, HIIT und Cardio, ausdrücklich auch ohne Studio, dazu Gym-Sessions. Sie passt zu dir, wenn du flexibel und oft mit dem eigenen Körpergewicht trainierst.
Video-Programme für zuhause: Gymondo
Gymondo beschreibt sich als Home-Fitness-App mit angeleiteten Video-Workouts von Yoga bis HIIT, personalisierten Trainingsplänen sowie Rezepten und Ernährungsplänen. Wer vor allem im Wohnzimmer trainiert und mitmachen statt selbst planen will, ist dort richtig. Wer im Studio mit Langhantel und Progression arbeiten will, sucht eher ein Trainingstagebuch.
Welche Fitness-App passt zu dir?
| Du... | Such nach | Beispiele |
|---|---|---|
| trainierst nach einem eigenen Plan, etwa Push Pull Legs | einem schnellen Logger mit gutem Verlauf | Strong, Hevy |
| willst mit Freunden trainieren und teilen | einem Logger mit Community | Hevy |
| willst gar nicht planen | generierten Workouts | Fitbod, Freeletics |
| trainierst zuhause mit Videos | angeleiteten Programmen | Gymondo, Freeletics |
| fängst gerade an | einem einfachen Plan und klaren Übungsanleitungen | Jede der Apps plus ein Anfängerplan |
Egal, welche du wählst: Die App hilft nur, wenn du sie in jeder Einheit öffnest. Eine einfache App, die du immer nutzt, schlägt eine volle App, die nach drei Wochen auf der dritten Homescreen-Seite landet.
Fitness App kostenlos: was heißt das eigentlich?
Die meisten Apps arbeiten mit einem Freemium-Modell: Die Grundfunktionen sind kostenlos, manches liegt hinter einem Abo. Was genau begrenzt ist, unterscheidet sich stark, zum Beispiel die Zahl der Routinen, wie weit Diagramme zurückreichen oder ob fertige Programme dabei sind.
- Teste die Gratisversion zwei bis drei Wochen, bevor du zahlst. Dann weißt du, ob dir das Eintragen schnell genug geht.
- Prüf, was mit deinen Daten passiert, wenn du ein Abo kündigst, und ob du sie exportieren kannst.
- Eine kostenlose Fitness-App ohne Abo geht auch selbst gebaut: Eine Notiz oder Tabelle mit Plan und jedem Satz funktioniert. Wie das sauber klappt, steht im Ratgeber zum Trainingstagebuch. Du verzichtest dann nur auf Diagramme und Vorschläge.
Trainingsplan-App oder fertiger Plan?
Viele suchen eine Trainingsplan-App, brauchen aber eigentlich nur einen guten Plan und einen Ort, ihn mitzuschreiben. Ein bewährter Plan ist wichtiger als die App, die ihn anzeigt. Für die meisten passt einer dieser Wege:
- Neu im Studio: zwei bis drei Einheiten pro Woche nach dem Plan aus Krafttraining für Anfänger.
- Drei feste Tage und Lust auf Abwechslung: der Ganzkörper-Trainingsplan.
- Vier Tage und das Ziel Masse: der Trainingsplan für Muskelaufbau mit Oberkörper- und Unterkörper-Tagen.
- Sechs Tage oder ein klassischer Split: der 3er-Split.
Trag den Plan in die App deiner Wahl ein und bleib mindestens acht Wochen dabei. Erst dann siehst du im Verlauf, ob er wirkt.
KI-Fitness-App: was ein AI Coach leisten kann
Apps mit künstlicher Intelligenz versprechen viel. Nützlich ist ein KI-Coach dann, wenn er deine echten Daten kennt: deinen Plan, deine letzten Einheiten und deine Ziele. Dann kann er Fragen wie diese sinnvoll beantworten: Warum stagniere ich beim Bankdrücken? Was mache ich, wenn das Studio am Donnerstag voll ist? Welche Übung ersetzt die Beinpresse?
Zwei Grenzen solltest du kennen. Erstens kann eine KI falschliegen, also lies Vorschläge kritisch. Zweitens ersetzt sie bei Schmerzen oder Verletzungen keinen Arzt und keinen Physiotherapeuten. Eine gute App ändert deinen Plan nicht heimlich, sondern zeigt dir, was sie ändern würde, und du entscheidest.
Was Gripp anders macht (noch nicht erschienen)
Gripp ist die App hinter dieser Website. Sie ist noch nicht erschienen und deshalb nicht Teil des Vergleichs oben. Kurz gesagt macht sie eine Sache: Krafttraining loggen und dir sagen, wie es weitergeht.
- Das nächste Gewicht steht schon da. Gripp nutzt doppelte Progression: letztes Mal 7 Wiederholungen mit 105 kg, heute gehst du auf 8. Schaffst du das obere Ende in allen Sätzen, kommt Gewicht drauf.
- Rating pro Muskelgruppe. Gripp vergleicht deine Kraft für Brust, Rücken, Beine und Co. mit Menschen in deinem Alter und mit deinem Körpergewicht.
- Geschätztes 1RM pro Übung mit Verlaufskurve, nach derselben Idee wie der 1RM-Rechner.
- Wochenplan, etwa drei Tage Studio und ein Lauf. Reha kann ein Ziel sein.
- KI-Coach mit Vorschlägen, die du bestätigst. Er kennt deinen Plan und die letzten 90 Tage Training, beantwortet Fragen und schlägt konkrete Änderungen vor, etwa eine Übung tauschen. Umgesetzt wird nur, was du freigibst.
Was Gripp nicht macht: Kalorien zählen oder einen sozialen Feed. Wenn dir das wichtig ist, passt eine der anderen Apps besser.
Gripp kommt aufs iPhone
Eine Krafttraining-App mit einer klaren Idee: Du weißt immer, was du als Nächstes hebst. Trag dich in die Warteliste ein, dann erfährst du, wann es losgeht.
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